Im Auftrag von König Ludwig I. wurde 1841 - 44 von seinem Hofarchitekten Friedrich von Gärtner die Feldherrnhalle am Odeonsplatz errichtet. Sie ist der "Point de vue" der Ludwigstraße. Als Vorbild diente die Loggia dei Lanzi in Florenz. Der Treppenaufgang wird von zwei Löwen im italienischen Stil flankiert und führt empor zu einer dreijochigen Halle. An der Rückseite ist das Denkmal für die bayerische Armee von Ferdinand von Miller aufgestellt. Es erinnert an den Krieg von 1870/71. Die beiden Standbilder aus Erz unter den Seitenarkaden hat Ludwig von Schwanthaler geschaffen. Links ist General Tilly zu sehen, der Sieger der Schlacht am Weißen Berg von 1620 und rechts von ihm steht General Wrede, der 1814 gegen die Franzosen gesiegt hat.
Hier war es auch, wo am 9. November 1923 der missglückte Hitlerputsch stattfand. 16 seiner Anhänger kamen damals ums Leben. Für sie errichtete er ein "Ehrenmal" mit zwei Ehrenwachen davor an der Seite der Feldherrnhalle, die zur Residenzstraße zeigt. Jeder musste das "Ehrenmal" mit Hitlergruß passieren. Viele Münchner umgingen dies, indem sie vorher in die Viscardigasse hinter der Feldherrnhalle abbogen, die als "Drückebergergassl" in die Münchner Straßengeschichte einging. 1945 wurde das "Ehrenmal" entfernt und dafür ein Denkmal für die damals gefallenen 4 Münchner Landespolizisten im Boden vor der Feldherrnhalle eingelassen.
U-Bahn: U3 - U6 bis Odeonsplatz
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