Noch heute überragt die Frauenkirche die meisten modernen
Gebäude der Innenstadt und dominiert damit Münchens Skyline.
Ihre Türme sind schon von weitem sichtbar und ein untrügliches
Wahrzeichen für München. München hat fast unzählige
Sehenswürdigkeiten, aber die runden Turmspitzen" der Frauenkirche
- auch welsche Hauben genannt besitzen eine heimelige
Ausstrahlung mit fast magischer Anziehungskraft.
Im Herzen der Innenstadt erhebt
sich dieses gotische Bauwerk würdevoll 99 Meter in die Höhe.
Die Geschichte dieser Kirche liegt weit zurück.
Schon im 12. Jahrhundert noch vor Gründung der Stadt befand sich
an dieser Stelle eine kleine Marienkapelle.
Im Jahre 1468 wurde der eigentliche Grundstein für die
Frauenkirche von den Architekten Jörg von Halsbach
(genannt Ganghofer) gelegt. Die Fertigstellung der Kirche 1488
lockte Pilgerscharen nach München. Die in grünem Patina
schimmernden Domhauben italienischen Renaissance Kuppeln
nachempfunden wurden 1524 zugefügt. Farblich
harmonisieren die grünen Kuppeln mit dem Rot des Klinkerbaus.
Die Frauenkirche ist noch heute in Ihren Ausmaßen (108 m lang
und 38 m breit) überwältigend. Sie wurde für die Versammlung
von bis zu 20.000 Menschen geplant. Besuchten Sie allerdings die
Kirche in den Jahren 1990 bis 1992 waren Sie sicherlich
enttäuscht von der kühlen Sachlichkeit - verursacht durch den
grellen Lichteinfall - die sie ausstrahlte. Viele der
historischen Kunstschätze waren ausgelagert und von der
gotischen Mystik eines solch sakralen Ortes war nichts zu
spüren; was auch sicherlich mit den Umbauarbeiten zusammenhing.
Im Jahre 1993 wurden die Renovierungsarbeiten fertiggestellt und viele der alten Kunstschätze sind an ihren angestammten Ort zurückgekehrt. Erwähnenswert die Reihe von Apostel und Prophetenskulpturen des Erasmus Grassers, die Altarbilder von Jan Pollack, das Gemälde " Maria Himmelfahrt " von Peter Candid. Die Glasfenster im Chor überstanden den Krieg. Sie sind zwischen dem 14 . und 16 . Jahrhundert gefertigt und fast vollständig erhalten. Ein Fenster zeigt das Münchner Kindl. Eindrucksvoll auch die zwölf Holzreliefs von Ignatz Günther, der auch das Hauptportal der Kirche gestaltete. In der Domkirche befinden sich auch die Gräber der Wittelsbacher Herrscher ( Könige, Kaiser, Herzöge). Beeindruckend auch das marmorne Grabmal für Kaiser Ludwig den IV. gestaltet von Hans Krumper.
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